Was ist eigentlich Pole Dance?
Pole Dance ist eine Sportart, bei der Akrobatik, Fitness und Tanz miteinander kombiniert werden. Trainiert werden Ausdauer, Flexibilität, Koordination und Kraft, verbunden mit tänzerischen Elementen. Im Vordergrund stehen elegante und ästhetisch ansprechende Bewegungen mit einem erotischen Hintergrund.
Bei diesem Workout werden Figuren und Bewegungen an einer Pole Dance Stange ausgeführt, sodass der ganze Körper beansprucht wird. Je flexibler der Tänzer oder die Tänzerin ist, desto mehr Eleganz bekommt die Sequenz. Das verbessert das Körpergefühl und stärkt das Selbstbewusstsein. Aus diesen Gründen hat sich die exotische Sportart in den letzten Jahren zu einem erfolgreichen Trend entwickelt.
Woher kommt Pole Dance?
Viele verbinden mit Pole Dance ein schmuddeliges Image und sehen den Sport nur im Zusammenhang mit leicht bekleideten Tänzerinnen in Nachtclubs. Dabei hat das Workout seine Wurzeln in der asiatischen Akrobatik, die traditionell überwiegend von Männern an hölzernen Stangen und Pfählen ausgeübt wurde. Die Ursprünge reichen zurück bis ins Jahr 1135, als in Indien die Sportart Mallakhamb entstand. Parallel dazu entwickelte sich das Chinese Pole, bei dem einer oder sogar mehrere Männer akrobatische Tricks an der Stange vorführen.
Diese tänzerische Akrobatik gelangte bis zu den umherziehenden Zirkus-Shows in den USA. Dort bezogen erstmals weibliche Artisten die Stangen an den Seiten der Zirkuszelte in ihre Performance ein. In Verbindung mit lasziven Bewegungen wurden die Auftritte immer beliebter, und die Pole Dance Stange fand ihren Weg in Bars, Nacht- und Stripclubs. Anschließend öffneten immer mehr Pole Dance Studios – zuerst nur für Tänzerinnen, die ihre Sequenzen trainieren wollten, danach begeisterte sich auch die breite Masse für das körperintensive Workout.
Ist Pole Dance etwas für mich?
Trotz vieler Vorurteile setzt sich das tänzerische Workout immer mehr durch. Weder beim Alter noch beim Gewicht gibt es Einschränkungen – jeder, der es lernen möchte, ist willkommen. Wichtig sind Spaß an der Bewegung und der Wunsch nach trainierten Muskeln und mehr Flexibilität. Viele Teilnehmer wollen beim anspruchsvollen Training einfach den stressigen Alltag vergessen und komplett abschalten.
Anfänger brauchen keine besonderen Vorkenntnisse. Hilfreich ist es allerdings, wenn die Muskeln bereits durch eine andere Sportart gestärkt und gedehnt wurden.
Wo kann ich Pole Dance lernen?
Mittlerweile gibt es in fast jeder mittelgroßen bis großen Stadt in Deutschland ein Pole Dance Studio, und auch Fitnessstudios bieten den Trendsport verstärkt an. Bevorzugen Sie ein zertifiziertes Studio mit gut ausgebildeten Kursleitern.
Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Richtungen entwickelt:
- Exotic
- Latina Pole
- Pole Fitness
- Kombinationen mit Tanz & Fitness
Was lerne ich in der ersten Pole Dance Stunde?
Über 300 verschiedene Übungen an der Stange haben sich entwickelt, je nach Fitnessgrad: Kletterfiguren (Climbs), Bewegungsabläufe in der Luft (Moves) und Bewegungen mit Bodenkontakt (Floorwork). Eine Stunde läuft meist so ab:
- 1Aufwärmen, ca. 15 Minuten. Jeder Körperbereich wird ausreichend aufgewärmt und gedehnt, um Verletzungen vorzubeugen.
- 2Training an der Stange. Anfänger lernen zuerst das Laufen um die Stange, dann einfache Pirouetten und die ersten Drehungen.
- 3Cool Down. Zum Abschluss dehnen und entspannen sich die Teilnehmer. Muskelkater nach der ersten Einheit ist garantiert.
Welche Körperregionen fördert Pole Dance?
Weil der ganze Körper trainiert wird, hat Pole Dance einen hohen Gesundheitsfaktor. Besonders gefordert sind:
Ist Pole Dance auch etwas für Männer?
Der abwechslungsreiche Fitnesstrend steht jedem offen, ob Mann oder Frau. Und mit Blick auf die Geschichte des Pole Dancing – Mallakhamb und Chinese Pole wurden vor allem von Männern ausgeübt – sollten sich auch die Herren der Schöpfung an die Stange trauen.
Fazit
Wer Pole Dance lernen möchte, braucht zuerst viel Geduld. Gerade zu Beginn ist der akrobatische Tanz schwer und erfordert eine längere Eingewöhnung. Wer sich aber Schritt für Schritt vorwagt und die Basiselemente oft wiederholt, wird schnell mit Erfolg belohnt: einem stärkeren Körper, mehr Flexibilität und besserer Koordination.
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